Der Boreal Scout


Ein Land Rover 110 Station Wagon - 5Door Softtop

Der Neubau eines bereits lang geplanten Wunschmodell, mein erster OneTen. Nachdem ich nun durch den Bau zweier D90 Modelle meine Fertigkeiten in der Metallverarbeitung umfangreich erweitert habe, wage ich mich nun einen Schritt weiter in Richtung Realismus.

Ich hab mir den seltenen Land Rover OneTen 5Door Softtop vor genommen zu bauen, aus dem Baujahr 1985. Eines der letzten Modelle bevor diese Fahrzeuge zu dem heute berühmten Land Rover Defender umgetauft wurden.  Hier oben zu sehen eine amerikanische Umbausünde zum sogenannten Beach Runner. Durch den damals verbauten Buick V8 Motor erfreute sich dieses Fahrzeug in den USA großer Beliebtheit. Worin der Grund steckt warum er bei uns in Europa ein relativ unbekanntes Modell der Land Rover Familie ist.

 

Top erhaltene Modelle in original Zustand erreichen bereits Liebhaberpreise im hohen fünfstelligen Bereich, Tendenz steigend !

 

 

Aber gut steigen wir ins Thema ein.

 

Da meine Fahrzeuge immer einen Namen tragen, gibt es auch immer ein Thema.

 

 

 

Der Boreal Scout


Hier werde ich ein Archäologen Paar darstellen,

auf den Spuren der Steppenkrieger und Reiternomaden der Mongolei.

 

Letztere liegt am Rande der sogenannten borealen Zone.

Dies bezeichnet die Vegetationszone auf der nördlichen Erdhalbkugel innerhalb der 50 - 70 Breitengrade. 

 

So nimmt der stinkende und Kette rauchende Boreal Scout neben Lady Croft Platz.

 

Und beide begeben sich auf die Suche nach den Mythen der alten Nomaden Pfade.

 

 

 

 

 



Die Basics

 Als Basis dient mir wieder wie beim Taiga Donkey Truck bereits bewährt , ein sog. MEX Frame by RC-ModellEX.

 

Die gewichtigen Stahlrahmen bringen eine gesunde Masse unter die Schweller Linie. Das tut dem Schwerpunkt gut.

 

Als Body verwende ich den Crew Cab aus dem Hause Team Raffee. China Spritzguss höchster Güte. Woran ich aber massive Eingriffe vor nehmen werde.

 

Dazu sind angedacht K44 Achsen, 1.5er Rock Beast, Zweiganggetriebe, zwei Winden, meine vorbildähnlichen Achsaufhängungen (vorn mit Wattgestänge) sowie meine bewährte Ackermann BTA Lenkung.

 

Eine belebte Fahrerfigur versteht sich von selbst, ob mit 2 oder 3 Funktionen ergibt sich im Bau. Dazu natürlich sämtliche Lichtfunktionen.

 

 

 


Zur Darstellung hab ich mir vorgenommen einen One Ten five Door Softop darzustellen. Mein Lieblings Fahrzeug aus Warwickshire. Nicht mehr 109er aber auch noch nicht Defender. Baujahre bei denen noch viel Serie III Teile zu finden sind, aber eben auch schon die Entstehung des Defenders zu beobachten war. Allem voran die Neuentwicklung des Fahrwerks, weg von der Blattfeder, hin zu einem geländegängigen Schraubenfeder Fahrwerk. So gibt es am One Ten nichts was es nicht gibt ! Was dem Modellbauer eine große Freiheit gibt. 

 

Es wird ein Eigenbau Spriegel für das angedachte Bikini Top entstehen. Aber auch ein außenliegender Überrollkäfig ist angedacht. Das Canvas wird im Bereich des Fahrer / Beifahrer zurück gerollt offen gestaltet. Die Schiebefenster Rahmen der Türen entfallen. So das ein komplett offenes Fahrzeug entsteht. Also höchster modellbauerischer Anspruch.

Die Recherchen waren ausführlich und mühsam. Da gerade über dieses Modell nicht wirklich viel zu finden ist.

 

Doch der Aufbau des Softtop sowie des Spriegel gestaltet sich ja im Grunde gleich den Td5 Baujahren.

 

So ist vom Basis Teil des Body Bausatzes nicht viel Übrig geblieben.

 

Hier im Vordergrund bereits zu sehen die ersten Teile für den Spriegel.

 

 


Die ersten Seitenbleche vorn für das Canvas rechts hatte ich aus 0,2mm V2a Blech hergestellt. Ohne Abkantbank im Schraubstock. Eine zweite Variante aus 0,5mm Stahlblech ist links montiert zu sehen. Welche nun schlussendlich ans Modell wandert blieb offen. Die aus dem dünnen Blech ist vorbildgerechter denke ich. Die Optik unter Zinkspray wird am Ende die Entscheidung bringen. 


Links ist noch zu sehen wie der erste Dachbügel an der B Säule montiert ist. Was erst mal provisorisch geschah. Denn an der Stelle musste ich den Bau des Spriegel bei Seite legen. Da für den nächsten Bügel die Ladefläche als Basis benötigt wird.  Mir schwebt im Ganzen eine Kombination aus Spriegel und Überrollkäfig vor.  Doch da müssen einige Ideen noch reifen. Da es hier eh kein weite gab, musste ich mich dem Fahrwerk widmen. Das rolling Chassis war nötig für den weiteren Karosseriebau.

So war das erste Thema am Fahrwerk die Achsaufhängung vorne. Durch Experimente an anderer Stelle hatte ich ein Paar feine Teile vorbereitet liegen die sie hier perfekt einfügen wollten.

 

Schon lange arbeite ich an der vorbildgerechten Achsaufhängung  vorne.  Hier nun sollte mir der entscheidende Durchbruch gelingen.

 

Im ersten Bild vorne die Radiusstäbe mit ihren Gummilagern vorn für die Achsaufnahme.  Im zweiten Bild die Teile für das Montageteil am Achsgehäuse.

 

So hab ich Optik und Funktion des Vorbildes komplett adaptiert. Und die Funktion gibt mir Recht bei dieser Philosophie zu bleiben. Denn alles was ich bis jetzt in den kleinen Maßstab kopiert hab, verleiht meinen Modellen einen ganz eigenen Charakter. Mein Credo RealScale bekommt immer mehr Tiefe.

 

Nächstes Thema Querstabilisierung der  Vorderachse.  Dem Vorbild gerecht wäre der Panhard Stab um die Seitenkräfte der Achse auf zu nehmen. Da der aber einige negative Effekte mit bringt, wollte ich hier andere Wege gehen.

 


Nach dem Erfinder James Watt benannt, dass Watt Gestänge. Es bildet eine Hebellei die dazu in der Lage ist die Achse bei der auf und ab Bewegung in der aktiven Federung in jeder Situation mittig zu führen !

 

Im Gegensatz zum Panhard Setup, wo die Achse eine seitliche Bewegung macht, entsprechend der Kreisbahn des Panhard Stabes. Welche weiterhin die Lenkung asynchron negativ beeinflusst.

 

Diesen Schritt vom Vorbild weg gehe ich um zu versuchen hier ein Fahrwerk auf die Räder zu stellen das ein Maximum an Performance bietet. Welche ich im Wettbewerbseinsatz nutzen möchte.

 

Durch die lineare Führung des Watt Gestänge ist es möglich eine beidseitig symmetrische Lenkung auf zu bauen. Bild 4 und 5 rechts zeigen die Stellung des Watt Hebel in aus- bzw. eingefedertem Zustand.

 

Mit den hier bereits zu sehenden Teilen meiner Ackermann Lenkung, sollte das ein großer Schritt nach vorne sein !

 

 


Die Optik ist gewöhnungsbedürftig, keine Frage. Vorbildgerecht ist auch etwas anders. Doch die Funktion rechtfertigt für mich hier die Abweichung.

To be continued .....