Der Boreal Scout


Ein Land Rover 110 Station Wagon - 5Door Softtop

Pünktlich zum Jahresbeginn 2018 beginne ich mit dem Neubau eines bereits lang geplanten Wunschmodell, mein erster OneTen. Nachdem ich nun durch den Bau zweier D90 Modelle meine Fertigkeiten in der Metallverarbeitung umfangreich erweitert habe, wage ich mich nun einen Schritt weiter in Richtung Eigenbau.

Ich hab mir den seltenen Land Rover OneTen 5Door Softtop vor genommen zu bauen, aus dem Baujahr 1986. Eines der letzten Modelle bevor diese Fahrzeuge zu dem heute berühmten Land Rover Defender umgetauft wurden.  Hier oben zu sehen eine amerikanische Umbausünde zum sogenannten Beach Runner. Durch den damals verbauten Buick V8 Motor erfreute sich dieses Fahrzeug in den USA großer Beliebtheit. Worin der Grund steckt warum er bei uns in Europa ein relativ unbekanntes Modell der Land Rover Familie ist.

 

Top erhaltene Modelle in original Zustand erreichen bereits Liebhaberpreise in sechsstelligem Bereich, Tendenz steigend !

 

 

Aber gut steigen wir ins Thema ein.

 

Da meine Fahrzeuge immer einen Namen tragen, gibt es auch immer ein Thema.

 

 

 

Der Boreal Scout


Hier werde ich ein Archäologen Paar darstellen,

auf den Spuren der Steppenkrieger und Reiternomaden der Mongolei.

 

Letztere liegt am Rande der sogenannten borealen Zone.

Dies bezeichnet die Vegetationszone auf der nördlichen Erdhalbkugel innerhalb der 50 - 70 Breitengrade. 

 

So nimmt der stinkende und Kette rauchende Boreal Scout neben Lady Croft Platz.

 

Auf der Suche nach den Mythen der alten Nomaden Pfade.

 

 

 

 

 


Ganz nebenbei sei erwähnt das ich im Rockcrawler Forum ein Bau-Thema zu diesem Fahrzeug schreibe. Das findest Du HIER

 

Wobei die Dokumentation an dieser Stelle wesentlich ausführlicher ausfallen wird.

Wenn auch ich die Aktualisierungen hier nicht synchron einpflegen werde.


Erster Akt, das Fahrwerk

Zunächst war angedacht wieder einen Rahmen des tschechischen Herstellers RCmodellEX zu verwenden. Meine umfangreichen Umbauten sind in der Scene ja bereits bekannt.

 

Doch irgendwie muss Mann sich auch weiter entwickeln.

 

Nein, nach zwei D90 Modellen womit ich meinen Anspruch RealScale entwickelt hatte, wollte ich nicht bei altbewährtem bleiben. Sondern eben die Definition und damit meinen Modellbau weiter entwickeln.

 

So entstand der Entschluss schon mal beim Rahmen und damit beim ganzen Fahrwerk auf einen Eigenbau zu setzen.

Beim Antrieb und der Federung setze ich natürlich auf fertig Komponenten. Wobei der Gedanke zu Selbstbau Achsen gerade heranwächst. Doch wir werden sehen wohin die Reise geht....


Was wirklich von den angedachten Komponenten Einzug in das Projekt halten wird, möchte ich an dieser Stelle offen lassen. Meist ist es so das sich eine Sache entwickelt oder gar verselbstständigt.

So besteht die erste Aufgabe darin den Leiterrahmen des OneTen an zu fertigen

Hier die Ansicht eines  Nachbau Rahmens wie sie heute für Restaurationen verwendet werden.

 

Die Kastenbauweise des Vorbildes möchte ich ins Modell übertragen.

 

Dazu erst einmal ein Experiment, bzw. ein Probe Stück um zu testen ob das möglich ist.


Mir geht es nicht darum den Rahmen bis ins letzte Detail nach zu bilden. Nur die wichtigsten und größten Anbauten werden nachvollzogen. Damit die Optik beispielsweise von der Flanke aus betrachtet einen realen Eindruck entstehen lässt. Mehr als es die einschlägigen und bekannten Baukästen zulassen.

Zuerst musste ich mir ein Medium erstellen wovon ich die Form ab nehmen kann. Dazu hab ich im Web eine Skizze gefunden die vorteilhafter Weise auch noch eine Maßtabelle enthält.

Im ersten Bild ist zu sehen das ich die Konturen mit einem 1x6mm Bandstahl schön nachbiegen kann, nachdem ich die Skizze auf Maßstab 1:8,3 skaliert habe.

 

Zusätzlich hab ich mir eine Schablone aus Karton angefertigt, womit ich die Form auf ein Blech übertragen kann.

So sind nun die vorbereiteten Teile entsprechend der Kontur leicht zu fixieren um die Lötung durch zu führen.

 

Wer mit dem hartlöten  noch nicht so geübt ist, sollte sich zwei Hände dazu holen. Da sich die Bleche etwas verformen bei der Erhitzung.  Was daran liegt das die Teile nicht im ganzen sondern nur Abschnittweise auf Temperatur gebracht werden können.

 


So hab ich mit dem Probestück den ersten Erfolg zu verbuchen. Und weiß was da auf mich zu kommt. Aber es ist möglich auf diese Weise die Haupttraversen für den Rahmen zu erstellen. Auf den Bildern ist zu sehen das nach der Endbearbeitung  das Bauteil ziemlich plan auf der Platte aufliegt. Die geschliffene Seite zeigt das beim dengeln und richten einige Unebenheiten entstehen. Doch das denke ich ist einem Land Rover Restaurationsobjekt würdig. Handarbeit eben, wie in Solihull Warwickshire.