Das 4x4 Trial Gerät - Der Hardrocker


A early Bronco goes hard Rock


Da sich für mich immer weiter heraus kristalisiert das der Truck Trial im 4x4 Bereich mich immer mehr anmacht. Hab ich ein Projekt in Angriff genommen welches mir schon lange im Kopf herum schwirrt. Eine 4x4 Truck Trial Maschine.

 

 

 

Verschränkung

Kletterfähigkeit

Power

maximale Performance

 

 

 

 

Im 4x4 Truck Trial gibt es im Prinzip drei Klassen, seriennahe Fahrzeuge (sog. Stock), optimierte mit so gerade noch Strassenzulassung (sog. Modified) und die komplett Eigenbauten ohne Strassenzulassung (sog. Prototype). Da ich die Grenzen des machbaren ausloten möchte, werde ich alle Register ziehen müssen die mir möglich sind, um mich an einen Prototype heran zu wagen.

 

Die Basis dazu bietet mir der TFL Bronco Body & Rahmensatz. Das die ganze Sache nicht geht ohne das ich ihr meinen Stempel aufdrücke, versteht sich von selbst. Ich hab ausführlich recherchiert zu den Modellen der vergangenen Epochen. Und werde Richtung Anfang der siebziger mich orientieren, genau gesagt 1972 was meinem Baujahr entspricht. Was bedeutet das es am Karosserieteil ein paar Anpassungen geben wird.

 

Die sagenumwobene TFL Qualität hat mich da schon ein wenig angeschoben. Alle die ich kenne loben die Teile aus diesem Hause in den Himmel. Ich hingegen muss sagen das ich von dem Gitterrohramen entäuscht war. Er erfordert viel Nacharbeit und Optimierung. Letztere verstehe hauptsächlich auf den Schwerpunkt bezogen, der ist in keinster Weise definiert. Naja und beim Truck Trial muss der eben runter !

Was für mich bedeutet das ich hier tiefe Eingriffe vornehmen muss um die Sache für mich auf ein brauchbares Level zu bekommen. So werde ich zwei massiv stählerne Rahmen Haupttraversen in den Gitterrohrahmen einfügen die optisch dem Vorbild entsprechen. Dann bekommt der Kamerad natürlich eine vorbildgerechte Achsaufhängung vorne an Radiusstäben mit Schraubenfedern und separaten Dämpfern.

 

Auf der Hinterachse möchte ich bei der klassischen Blattfeder Aufhängung bleiben. Hier werden aber tiefe Eingriffe notwendig sein um der Achse dennoch Beweglichkeit zu verleihen, T-Box-Helper und Shoter-Schackles sei dank. Dazu kommt ein Watt-Gestänge welches die Seitenführung der Hinterachse übernehmen wird. Darüber hinaus wird es nötig sein eine Drehmomentabstützung welche die Rollneigung der Hinterachse unterbindet zu konstruieren.

 

Beim Antrieb steht die Entscheidung noch aus. Ich tendiere zu einem Eingang-Direktantrieb der auf Drehmoment ausgelegt ist. Darüber hinaus sind neben den Standards an Funktionen angedacht :

 

Winde vorne und hinten,

V8 Motorsound auf Benedini Basis,

Fahrerfigur mit mehreren Funktionen,

und bissl Licht.

 

 

 

OK auf gehts . . .


Den Anfang macht eine Schablone welche ich aus einer maßstabsgerecht scalierten Skizze des Vorbildes übertragen und angefertigt habe.

Zunächst hab ich einiges an Altmetall produziert, um den Gitterrohrrahmen auf den Einbau der zwei aus dem vollen gearbeiteten Rahmentraversen vor zu bereiten.

 

DIe Haupttraversen bestehen aus 6mm starkem Bandstahl. Die hier zu sehenden Messing Verbinder sind nur Provisorien um die beiden Rails auf Maß zu montieren. Im Verlauf des Bau`s werden die wiedr verschwinden.

 

Soweit war alles eigentlich ganz gut gelungen. Der Grundrahmen fügte sich recht gut ein.

 

Doch irgendetwas war da was mir nicht gefallen wollte. Ich wusste noch nicht was es war.


So entstand erst einmal die hintere Aufnahme der Blattfedern. Um mit der Konstruktion der Hinterachsaufnahme beginnen zu können.

 

Blattfedern und Bewegungsfreiheit bzw. Elastizität schließen sich eigentlich ja gegenseitg aus. Für ein Truck Trial Gerät keine gute Eigenschaft. Doch der Teilemarkt bieten Hilfe. Und so folgte der Bau sogenannter Dynamic Shakles und Box Helper. Um der Hinterachse die Freiheit in der Bewegung zu geben, welche sie in einem Wettkampfgerät braucht.


Der Shooter Shakle oder auch Dynamic Shakles genannt besitzt zwei Gelenke in Qurrichtung und ist in der Lage nach unten aus zu klappen.

 

Darüber hinaus besitzt er aber auch ein Drehgelenk.  Der Sinn dafür erschließt sich im Bau der Box Helper.

 

 


Die Konstruktion des T Box Helper gestaltete sich dann etwas tricky. Hier von rechts nach links meine Evolution in drei Ausführungen.

Meine Bauweisen werden kleinteiliger. Nachdem ich am ersten Umbau auf MEX Basis noch viel mit Messing gearbeitet habe. Werden meine Bauteile seit dem ich auf eine reine Stahlbauweise umgestellt habe immer filigraner. Ich bin selbst gespannt wie sie sich im Einsatz bewähren.

 

Hier also der finale T Box Helper. Zuerst gingen die Überlegungen sämtliche Lagerungen in Kunststoff Gleitlagern auszuführen. Doch der leichtgängigeren Beweglichkeit wegen hab diese Gedanken hinter mir gelassen. Und lasse die Bewegungspunkte Stahl auf Stahl laufen. Was verschlissen oder ausgeleihert ist kann ich problemlos neu bauen, daher stressfrei.

 

Ausserdem mag ich die Geräusche die im trocken Lauf entstehen, wenn das Fahrwerk sich im Gebrauch verwindet. Dieses knarzen und ächtzen kennt man ja auch bei den Vorbildern. Also ist auch das "Scale".


So war die Basis der Hinterachsaufhängung geschaffen, dachte ich. Doch wie so oft, kommt es anders als man denkt.

Da ich aus der Erfahrung mit einem RC4WD TF2 Kit die Probleme mit Blattfeder Aufhängungen kenne, schweiften die Gedanken um Lösungen ab welche die beiden wesentlichen negativ Eigenschaften eleminieren sollten.

 

Ein Watt-Gestänge zur Querstabilisierung der Achse. Dazu eine Drehmomentstrebe welche der Rollneigung der Achse entgegen wirken sollte.

 

Dazu sollte noch ein einstelbarer Stabilisator entstehen.

 

Hier in den Bildern zu sehen das zentrale Bauteil auf der Achse welches Watthebel und Drehmomentstrebe auf nimmt. Sowie der zweite Gegenhalter der letzteren.

 

 


Na wenn das nicht schon mal in die richtige Richtung geht. . . .

Um nun aber zu bestimmen wie die Drehmomentstrebe verlaufen soll, musste festgelegt werden wo der Kardan verläuft. Dazu war die Position des Transfercase zu ermitteln, was aber den Einbau des Motors zuerst erforderte. Alles nicht so einfach bei einer Neuentwicklung. Dazu kam das mir der Rollcage den ich gekauft hatte immer weniger gefallen wollte. Da seine Ausführung in vielen Punkten statisch keinen Sinn machte. So kam der Entschluss auch den selbst neu zu bauen.

So folgte zum Rahmenbau nocheinmal der Reset auf Anfang. OK die Rails standen schon. Doch es musste eine Basis geschaffen werden um den neuen Käfig und das Karosserieteil auf zu nehmen.

 

Entsprechen meiner pragmatischen Herangehensweise war die schnell geschaffen. Ebenso die Einbauplatte fürs Transfercase.

 

Ich setze hier ein Zweigang Wechselgetriebe ein. Dazu einen 7poligen Industrie Motor der 480er Baugröße. Hier versuche ich mit nidriger Drehzahl das Geräusch Niveau herab zu setzen.

 

 


Da nun die Einbaulage der Antriebskomponenten fest stand. Überkam mich die Laune einmal ein paar Bleche zu falten. So entstand zwischendurch mal eben die neue Bodengruppe. Hier noch zu sehen im geschraubten Zustand.

 

 


Bei der Stoßdämpferaufnahme bzw. der Auslegung meiner Federung hatte ich etwas martialischeres im Kopf als es meine bisherigen Modelle zugelassen haben. Unter Einsatz von 110mm Stoßdämpfern realisiere ich auf der Hinterachse fast 8cm Federweg. Was meine Defender Modelle auf beiden Achsen erreichen, und das auf Basis einer Blattfeder. So hatte der technische Aufwand der Hinterachsführung schon Dimensionen erreicht die mir zu einem breites Grinsen verhalfen. Doch das war noch nicht alles.

Frontbumper mit Unterfahrschutz und Windenplatte war eben schnell zwischendurch mal ran geworfen. Doch dann sollte es wieder kleinteiliger und komplizierter werden.

Die Drehmoment Abstützung der Hinterachse sollte einen Längenausgleich bekommen, aufgrund der langen Federwege.

 

Hierzu setze ich ein Iglidur Stehlager ein, mit einer Gleitbuchse auf der Hauptstrebe.


in progress . . . .